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Die Sturmjäger von Aradon

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Jenny-Mai Nuyen
Die Sturmjäger von Aradon – Feenlicht

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Cbt (7. September 2009)
  • ISBN-13: 978-3570160336

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Klappentext:
Aradon, wo das Land lebendig ist, sind die Völker seit jeher von Magiern abhängig. Denn nur die Magierschaft hat die Macht, Feenlichter zu schaffen, geheimnisvolle Amulette, die Lebensenergie anziehen und Schutz vor den wandelnden Bergen, lebendigen Wäldern und fressenden Wüsten bieten. Doch die Herrschaft der Magier scheint bedroht, als vier Dämonen das Land angreifen.

Um sie aufzuhalten, machen sich die junge Sturmjägerin Hel und ihre Gefährten zu einer gefährlichen Reise auf. Hel ist überzeugt, Aradon vor dem Untergang zu bewahren – bis sie dem ersten Dämon gegenübersteht. Es ist Mercurin, der rätselhafte Fremde, der ihr einst das Leben rettete…

Über den Autor
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Handlung:
In wohlbekannter Jenny-Mai Nuyen-Manier enthält die Handlung wieder eine gute Portion gesellschaftskritischer Themen parat. Ein großer Punkt ist der verschwenderische Umgang mit knappen Ressourcen. Dem Land wird Lirium entzogen nur um die Magier damit zu beliefern, dass sie Magie bewirken können. Als das Lirium knapp wird, sucht man nach weiteren Vorkommen außerhalb des Landes. Man spielt sogar mit dem Gedanken in das benachbarte Land einzufallen, nur um mehr Liruim zu erhalten. Das Thema regt zum Nachdenken an, denn in unserer heutigen Gesellschaft gibt es genug identische Beispiele.

Charaktere:
Der starke Hauptcharakter im Buch ist Hel. Sie ist ein Waisenkind, welches von einem Kapitän zur Sturmjägerin ausgebildet wurde. Sie besitzt eine ganz besondere Gabe, sie kann Lirium mit ihrer zweiten Sicht sehen. Ein Auge ist seit sie sich erinnern kann verletzt. Mit diesem Auge kann sie Leben als helles Licht sehen. Hel ist mutig, aber auf einer gewissen Art auch verletzlich. Genau diese Eigenschaften machen sie unheimlich sympathisch und man fiebert mit ihr, dass sie ihr Glück endlich findet.
Auch die anderen Charaktere wie Nova, Hels bester Freund und Begleiter, sind wundervoll beschrieben. Kaum eine Person wirkt fehl am Platz. Super witzig war Tix, ein Pixiegeist, der durch seine schelmischen Aktionen mich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Mercurin, Hels Retter, ist zu beginn eher verschlossen. Jedoch im Laufe der Wüstendurchquerung denkt man, dass man ihm besser kennen lernt. Doch falsch gedacht! Es gibt einige Wendungen im Buch, die die Handlung vorantrieben und absolut unvorhersehbar waren. Das brachte sehr viel Spannung und Tempo in die Geschichte.
Ein kleiner Punkt hat mich jedoch etwas gestört. Die Idee „die Reise der Gefährten“ war für mich von Herr der Ringe abgeschaut… Die Gefährten sind wie bei Herr der Ringe ein zusammengewürfelter Haufen aus Menschen, ein Magier, ein Zwerg und ein Ise. Aber bis auf diese Kleinigkeit steht das Buch völlig selbstständig für sich.
Weiterhin treten sehr viele fantastische Wesen wie Trolle, Elfen, Druiden und Wrauden – übergroße Katzenwesen auf.

Schreibstil:
Das Buch ist wundervoll detailiert und an einigen Stellen poetisch geschrieben, genau wie ich es von der Autorin gewöhnt bin und so sehr liebe. 🙂 Jedoch man merkt, dass sie eine Entwicklung im Schreiben gemacht hat. War Nijura eher noch verträumt, so ist Feenlicht sehr viel tiefgründiger und die Handlung verwobener.

Cover:
Wie schon bei Nijura und Rabenmond ist auf dem Cover wieder mit sehr vielen Ornamenten aus Gold gearbeitet worden. Selbst der Schriftzug ist grafisch verspielt gestaltet und passt perfekt zu den anderen Büchern. Das sieht besonders toll im Bücherregal aus, wenn alle nebeneinander stehen. Aber eigentlich sind die Cover alle so schön, dass man diese direkt mit der Front aufreihen möchte. 🙂

Fazit:
Wao, spätestens nach diesem gelungenen Auftakt der Trilogie gehört Jenny-Mai Nuyen zu meinen fünf Lieblingsautoren! Die Geschichte ist voller Spannung, Action und fantastischen Wesen. Genau wie ich mir ein Fantasybuch wünsche und vorstelle.
Leider bleiben im ersten Band der Reihe einige wichtige Fragen offen. Ich bin gespannt auf die Folgebände! Band 2 „Magierlicht“ habe ich schon begonnen. Band 3 lässt leider noch etwas auf sich warten. 😦

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