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Plötzlich Fee – Sommernacht

Julie Kagawa

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (21. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3453267213
  • Originaltitel: The Iron Fey, Book 1: The Iron King

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Kurzbeschreibung:
Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, und als ihr bester Freund sich auf einmal merkwürdig verhält, muss sie erkennen, dass offenbar ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Ehe sie sich’s versieht, verliebt sie sich unsterblich in den jungen Ash – den dunklen, beinahe unmenschlich schönen Prinzen des Winterreiches. Er weckt in Meghan Gefühle, die sie beinahe vergessen lassen, dass er ihr Todfeind ist. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten?

Über den Autor:
Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umherspukten – nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky.

Meine Meinung:
Handlung:
Der Plot der Geschichte ist einmal etwas ganz Neues. Es fließen Eindrücke von klassischer Literatur von Shakespeare ein, gepaart mir Young Adult Fantasy. Das ist eine tolle ungewöhnliche Kombination, die jedoch perfekt harmoniert. Zudem sind die Charaktere wirklich wundervoll ausgearbeitet und in Szene gesetzt. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Das macht die Personen so glaubhaft. Die Story plätschert nicht so vor sich hin, sondern mit der ersten Seite ist man gefangen im Buch und man möchte unbedingt wissen wie es weiter geht. Zudem sind die Kapitel sehr gut unterteilt und man merkt beim Lesen gar nicht wie schnell man durch die Kapitel fliegt. Da sind 100 Seiten schnell weggelesen.

Charaktere:
Meghan ist 16 Jahre und Tochter einer armen Familie, die auf dem Land lebt. An ihrem Geburtstag ändert sich ihr Leben vollkommen, als sie erfährt, dass ihr vier Jahre alter Bruder von den Eisernen Feen entführt und ins das Land Nimmernie gebracht wurde. Zudem entpuppt sie sich als Prinzessin des Sommerhofes. Sie ist die Heldin der Geschichte, die sich im ersten Buch leider sehr schwach und total naiv darstellt. Sie ist mehr am Jammern als am Handeln. Diese Eigenschaft lässt sie leider nicht als Heldin der Geschichte wirklich hervorkommen und macht sie meiner Meinung auch nicht gerade sympathisch. Mich hat Maghans Art eigentlich schon etwas genervt, weil sie teilweise aus total undurchsichtigen Gründen handelt, wo jeder anders entscheiden würde.
Ash ist der Winterprinz und Sohn von Mab, der Regentin des Winterhofes. Ash ist geheimnisvoll und düster. Durch ihn wird meiner Meinung nach die Story erst richtig spannend und interessant.
Puck ist Maghans bester Schulfreund, doch erst im Laufe der Geschichte entpuppt er sich als Fee des Sommerhofes. Er nimmt das Leben eher leicht und hat immer einen lockeren Spruch auf Lager, der einem hin und wieder zum lauten Loslachen verleitet.
Grimalkin ist eine Cat Sidhe, eine besondere Form hochrangiger Feen. Grim steht Maghan bei ihrer Reise durch Nimmernie zur Seite und hilft ihr durch ironischen und sarkastischen Scherzen auf die Sprünge. Er ist eine meiner Lieblingscharaktere im Buch.

Schreibstil:
Es gibt nur wenig Bücher, die so einen bildgewaltigen Schreibstil aufweisen wie Julie Kagawa es schafft. Der Leser taucht vollkommen in die fantastische Welt von Nimmernie ein. Julie Kagawa hat ein besonderes Talent eine Feenwelt voller Geheimnisse und Gefahren zu erwecken, dass man sich wünscht, selbst Nimmernie kennen zu lernen. Durch diesen beeindruckenden leichten und fantastischen Schreibstil fliegt man regelrecht über die Seiten und man merkt gar nicht, wie schnell man die Geschichte mit ihren knapp 500 Seiten verschlingt.

Cover:
Das Titelbild des Hardcovers sieht so klasse aus, dass es gleich einen besonderen Platz neben dem Band 2 Winternacht im Regal bekommen hat. Es ist ein großes Auge mit sehr vielen grafischen Details zu sehen. Für das Cover wurden nur zarte Frühlingsfarben verwendet, wie Pastellgrün oder leichtes Pink. Wenn später alle vier Bücher nebeneinander im Regal stehen ist es eine Augenweite, obwohl die englischen Titelbilder auch sehr schön sind. 🙂

Fazit:
Eine wunderschöne fantastische Geschichte, die vollgepackt ist mit Gefahren und Action. Nicht nur eine handvoll Fanatsywesen begegnen dem Gespann auf ihrer Reise durch Nimmernie, sondern eine ganze Menge. Zudem ist die Welt so zauberhaft und wunderschön bildgewaltig geschildert, dass die Seiten nur so fliegen. Maghan hätte ich mir etwas stärker und nicht ganz so naiv gewünscht, aber trotzdem hat dieses Buch volle fünf Sterne verdient. Ich kann es nur jedem ans Herz legen.

Weitere Titel der Buchreihe:
Plötzlich Fee: Winternacht
Plötzlich Fee: Herbstnacht
Plötzlich Fee: Frühlingsnacht


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Arthur und die vergessenen Bücher

Gerd Ruebenstrunk

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. Juli 2009)
  • ISBN-13: 978-3760736280

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Klappentext:
Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen . . . Von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle Buch der Antworten finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der vergessenen Bücher . . .

Über den Autor:
Gerd Ruebenstrunk ist Diplom-Psychologe und arbeitet bereits seit vielen Jahren als Kreativdirektor, Werbetexter, Konzeptioner und Redakteur. Er war unter anderem als Chefautor für die Fernsehfirma Endemol tätig. Von seinem ersten Buch hat er schon mit 20 Jahren geträumt – und es hat ihn nicht mehr losgelassen. Heute, 34 Jahre später, wird dieser Traum mit »Arthur« Wirklichkeit

Meine Meinung:
Handlung:
Ein Buch, welches von Büchern handelt. Das ist schon ein Grund, warum ich es lesen musste. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Handlung ist eine rasante Jagd durch Europa und ganz nebenbei webt der Autor historische Fakten in die Geschichte mit ein. Das ergibt eine wundervolle Kombination aus Spannung und vermitteltem Wissen, das auch nicht zu viel oder auf gedrungen wirkt. Selbst die nicht ganz so jungen Leser können hier einiges in Erfahrung bringen. 😉
Während der Geschichte begeben Arthur und Larissa sich von Deutschland nach Amsterdam und von dort aus geht es weiter nach Bologna. Immer gefolgt vom bösen Gegenspieler, der das Buch der Antworten an sich reißen möchte. Zu keiner Zeit wird die Erzählung zäh oder zieht sich. Auch überschlagen sich die Ereignisse nicht komplett. Die spannenden Verfolgungen und die Suche nach dem Buch oder Recherchezeit der geschichtlichen Hintergrundfakten ist so ausgeglichen, dass das Lesen wirklich Spaß macht und man nur so über die Seiten fliegt.
Schön fand ich auch zum Ende wieder den Bezug zum Prolog zu nehmen. Das hat die ganze Geschichte noch mehr abgerundet.

Charaktere:
Arthur ist 14 Jahre und er sagt über sich selbst: „Ich bin kein Held!“. Nur dieser eine Satz hat ausgereicht, dass er mir persönlich gleich sympathisch ist. Er ist zurückhaltend und hat Angst vor Spinnen. Trotzdem begibt er sich mit Larissa auf eine gefährliche Reise um das Buch der Antworten zu finden. Bei diesem Unternehmen stößt er oft an seine Grenzen und wächst über sich hinaus. Dieser Zwiespalt wurde so gut beschrieben, dass man teilweise richtig mit Arthur mitlitt.
Larissa ist eigentlich eher wie ein Junge. Sie interessiert sich für Technik und kann sogar Schlösser knacken, eine sehr hilfreiche Eigenschaft auf der Suche nach dem Buch der Antworten. Larissas Eltern sind laut ihrem Großvater tot, daher lebt sie auch bei ihm.
Der Bücherwurm ist Larissas Opa und hat seinen Namen, weil er Antiquar ist. Er verkauft und sammelt sehr alte Bücher. Der Bücherwurm ist es auch der Arthur und Larissa auf die Reise schickt um das Buch der Antworten zu finden.
Alles in allem sind die Figuren (auch die Nebenpersonen) sehr toll ausgearbeitet und mal erfährt viel über ihre Vorlieben und Eigenheiten. Selbst die Verschlossenheit und Geheimniskrämerei des Bücherwurms ist sehr gut umgesetzt, ohne dass zu viele Fragen aufgeworfen werden. Im Verlauf der Story erfährt man auch einige Details über die Eltern von Arthur und die von Larissa. Ein paar Details bleiben aber noch offen für die Folgebände, sind aber keine fiesen Cliffhanger.

Schreibstil:
Die Erzählweise ist der Zielgruppe angepasst. Das Buch ist eher für jüngere Leser, ab einem Alter von 10 -12 Jahren (laut amazon). Daher ist der Schreibstil leicht und jugendlich gehalten. Auch da Arthur und Larissa in der Story 14 Jahre alt sind, passt die Jungendsprache sehr gut. Es gab nur zwei Stellen, die ich etwas unpassend für die Ausdrucksweise der Kinder fand. Das ist aber nicht ganz so schlimm und einen anderen Leser fällt es vielleicht gar nicht auf. 😉

Cover:
Wow! Das Cover ist eines der schönsten und aufwändigsten Buchcover in meinem Regal. Es hat keinen Schutzumschlag, also ist das ganze Buch direkt bedruckt. Die Ecken sind erhaben geprägt und glänzen metallisch. So entsteht ein Eindruck von metallischen Beschlägen, wie es sehr alte Bücher sehr oft haben. Einfach toll. An einigen Stellen ist das „Leder“ aufgerissen und darunter kommt der Buchkarton zum Vorschein. Nicht nur Äußerlich ist dieses Buch eine Augenweite. Im Inneren verstecken sich viele Zeichnungen die direkt zur Geschichte und Handlung passen. Die Gestaltung ist rundum gelungen. Das hat der ars-Edition-Verlag super gemacht!

Hier ein kleiner Eindruck von der Buchgestaltung:

Fazit:
Eine abenteuerliche Jugendbuchreihe, die nicht nur für Kinder interessant sein wird. Man begibt sich mit Larissa und Arthur auf eine spannende und rasante Reise durch Europa und lernt ganz nebenbei geschichtliche Fakten über Amsterdam und andere historische Städte. Eine absolute Leseempfehlung!

Weitere Titel der Buchreihe:
Arthur und der Botschafter der Schatten – Band 2
Arthur und die Stadt ohne Namen – Band 3


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Grim – Das Erbe des Lichts

Gesa Schwartz

  • Gebundene Ausgabe: 716 Seiten
  • Verlag: Lyx (8. April 2011)
  • ISBN-13: 978-3802583049

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Ein Traum, geboren aus den Sehnsüchten der Nacht, geweit im Blut der Ewigkeit, durch Schlachten und Tränen der Zeit gewandert, um dich zu finden – dich und dein… Herz.“
(Seite 89)

Klappentext:
Ein Jahr ist vergangen, seit der Gargoyle Grim und die junge Sterbliche Mia den mächtigen Magier Seraphin besiegten. Doch nun wird die Welt erneut von Unheil bedroht. Grausame Morde geschehen in der Oberwelt von Paris, und Grim erkennt schnell, dass die Ereignisse nur eine Vorwarnung für etwas weitaus Schrecklicheres sind: Eine uralte Macht wartet darauf, entfesselt zu werden und das Antlitz der Welt für immer zu verändern …

Über den Autor:
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Sie lebt in der Nähe von Hamburg.

Meine Meinung:
Handlung:
Im zweiten Band Das Erbe des Lichts müssen Grim und seine Freunde wieder gegen die Bösen kämpfen. Diesmal geht es aber nicht darum die Gargoylestadt Ghrogonia unter Paris zu retten, sonder gleich die ganze Welt der Menschen. Denn es droht die kriegerische Übernahme der Feen. Dabei macht das Gespann der Freunde auch einen Abstecher Irland. Hier fließen sehr viele irische Sagen und Gepflogenheiten in die Geschichte ein. Da hat die Autorin sehr gute Arbeit geleistet. Das finde ich sehr schön umgesetzt und in die Geschichte eingewoben.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war der ständige Kampf oder das Einmischen der Schattenalben. Auf der Reise folgen so viele Kämpfe, dass es eigentlich nur noch langatmig und vorhersehbar wird. Da hätte sich man ruhig ein paar Seiten sparen können, denn um die Handlung voran zu bringen, hat das gar nichts dazu beigetragen.
Aber nichts desto trotz war die Story spannend und fließend erzählt. Man hat bis zum Schluss mit den Helden mitgefiebert.

Charaktere:
Unsere Hauptcharaktere wie Grim, Mia, Remis und sogar Jakob treffen wir natürlich auch im Band zwei Grim: Das Erbe des Lichts wieder. Sie sind alle einem so sehr ans Herz gewachsen. Dabei bleiben sie auch im Folgeband sympathisch und vielschichtig. Was toll ist, dass man Im Laufe der Geschichte merkt, welche Weiterentwicklung die Protagonisten durchlaufen haben. Mia wird erwachsen und kann sich immer besser durchsetzen und ihre Magie kontrollieren. Grim wirkt nicht mehr ganz so kühl und unnahbar. Remis, mein Liebling! 😉 sorgt für mehr als nur einen Lacher im Buch.
Es kommen aber auch neue tolle Charaktere hinzu. Zum einen gibt es den Zwerg Hortensius. Er ist grummlig, besserwisserisch und kann Grim nicht leiden. Zu Beginn war mir dieser mürrische Zwerg nicht sympathisch, aber im Laufe der Geschichte nimmt er einen ganz besonderen Platz ein…
Zum anderen ist Carven, Hortensius‘ Lehrling, dazu gekommen. Er ist zu Beginn ein ängstlicher kleiner Junge, der aber im Laufe der Geschichte über sich hinaus wächst.
Weiterhin treffen wir auf Feen, Alben und viele andere magische Geschöpfe.

Schreibstil:
Wie schon aus dem ersten Band „Das Siegel des Feuers“ generiert Gesa Schwartz mit Hilfe ihres unglaublich bildgewaltigen Schreibstils die Bilder wie von selbst im Kopf. Dem Leser fällt es somit leicht, direkt in die Geschichte zu fallen und sich die Szenen vorzustellen. Jedoch wirkt dadurch der Fluss der Geschichte zum Teil etwas in die Länge gezogen, was aber Geschmackssache ist.
Im Gegensatz zum ersten Teil ist der Schreibstil jedoch um einiges brutaler und düsterer. Die Kämpfe sind schon sehr blutig und detailliert beschrieben. Wer also schnell Albträume bekommt, sollte dieses Buch nicht direkt vor dem Schlafengehen lesen. 😉

Cover:
Das Hardcover ist wieder wunderschön träumerisch gestaltet. Es ist in Anlehnung zum ersten Buch diesmal in Blau gehalten. Im Vordergrund ist wieder Grim zu sehen, im Hintergrund eine Stadt und ein überdimensionaler Mond. Grim: Das Erbe des Lichts sieht klasse aus.
Nur ist mir aufgefallen, dass der Horizont schief ist??? In meiner fotografischen Ausbildung wurde mir eingetrichtert: Auf jedem Bild muss der Horizont waagerecht sein! Aber ok… Künstlerische Freiheit. 🙂

Fazit:
Ein tiefgründiges Buch voller Liebe zum Detail und einer guten Portion Magie und fantastischer Wesen! Eine Empfehlung für alle Fantasyfans, die zwischen Vampir- oder Werwolf-Romanen auch sich von Gargoyles, Feen oder Zwergen hinreisen lassen. Diese Buchserie hat ein sehr großes Potenzial für weitere Bände! Ich kann nur jedem empfehlen mal reinzulesen, aber bitte mit Band eins „Das Siegel des Feuers“ beginnen! 🙂

Weitere Titel der Autorin:
Grim: Das Siegel des Feuers


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Göttlich verloren

Josephine Angelini

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Dressler (Mai 2012)
  • ISBN-13: 978-3791526263
  • Originaltitel: Dreamless

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Klappentext:
Die 17-jährige Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen. Als einzige Halbgöttin, die in die Unterwelt hinabsteigen kann, ist sie dazu verdammt, eine fast unmögliche Aufgabe zu bewältigen. Nachts schlägt sie sich durch den Hades und versucht, den erbitterten Rachefeldzug der Furien zu beenden, der wie ein Fluch auf ihrer Familie lastet. Aber noch schlimmer quält sie bei Tag, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. Helen merkt, dass sie ohne Lucas an ihrer Seite die Furien nicht besiegen kann.
Als Helen fast am Ende ihrer Kräfte ist, begegnet sie in der Unterwelt einem jungen mysteriösen Halbgott. Je häufiger sie einander treffen, umso näher kommen sie sich. Aber Helen läuft die Zeit davon: Ein skrupelloser Feind hat es auf sie abgesehen, die Gier der Furien nach Blut wird immer spürbarer. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Lucas seinen neuen Kontrahenten zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint – ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich…

Über den Autor:
Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.

Meine Meinung:
Handlung:
Die Handlung knüpft direkt an Göttlich verdammt an. Helen und die Delos-Familie suchen nach einem Weg, die Furien zu besiegen. Sie ahnen aber nicht, dass sie dadurch die Situation nur verschlimmern.
Es dauert wieder etwas bis die Handlung so richtig Spannung aufbaut. Zu Beginn tritt Helen jede Nacht die Reise in die Unterwelt allein an. Die Beschreibung dieser Szenen ist am Anfang noch sehr skurril, wird aber von Mal zu Mal detaillierter und der Leser versteht die Zusammenhänge besser. Klasse umgesetzt sind auch die Treffen von Helen und Orion in der Unterwelt. Diese Szenen im Buch gab es öfter und ich fand sie besonders gut und gelungen umgesetzt.
Richtig toll war auch der immer wiederkehrende Bezug zum ersten Buch. Zum Beispiel schreibt im Buch eins Helen sich eine Notiz als Gedankenstütze an ihren Zimmerspiegel. Genau diese Notiz wird in Göttlich verloren aufgegriffen und fließt nahtlos in die Handlung ein. Die Buchreihe sollte daher auf jeden Fall nacheinander gelesen werden, denn die Bücher sind zwar eine in sich abgeschlossene Teilstory, bauen aber aufeinander auf.
Wie wir es schon aus Band eins gewohnt sind, ist die Thematik der griechischen Mythologie und Götter ein großer Bestandteil der Geschichte. In Göttlich verloren trifft der Leser auch wieder sehr viele Götter an, wie Ares, Hades, Phobos oder Persephone. Auch ein Zusammenstoß mit Zerberus, dem dreiköpfigen Höllenhund, müssen die Halbgötter überstehen.

Charaktere:
Helen ist neben der Familie Delos die Hauptperson. Sie ist eine Halbgöttin mit besonderen Fähigkeiten. Sie kann zum Beispiel fliegen und Blitze erzeugen. Dazu ist sie unheimlich schnell.
Die Delos-Familie erleben wir auch in Göttlich verloren als starke Einheit. Jeder Hilft dem anderen. Jedoch schleichen sich heimlich doch ein paar Geheimnisse ein, die die Geschichte am Laufen halten. Was wird aus Cassandra? Nehmen die Parzen endgültig Besitz von ihrem Körper? Wieso stößt Ariadne Matt zurück, obwohl sie ihn offensichtlich liebt? Und ist Lucas wirklich Helens Cousin? Dies alles wird nur angedeutet, aber nicht aufgeklärt. Also genug Stoff für Band 3. 🙂
Als weitere Hautperson kommt Orion hinzu. Er ist auch ein Halbgott, und Helen hat eine ganz besondere Beziehung zu ihm. Orion kann die Gefühle von Personen beeinflussen und Erdbeben erzeugen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist genau so toll wie im Vorband. Er ist leicht zu verstehen, dadurch liest sich das Buch im Nu runter. Man merkt aber schon einen gewissen Reifungsprozess der Autorin. War im Band eins die Beschreibungen noch nicht ganz so detailliert, wirkt Band zwei bildgewaltiger und runder. Gerade die Darstellung der Unterwelt ist sehr genau und mit Liebe zum Detail beschrieben. Das fand ich besonders gelungen! Auch wenn die Thematik durch die vielen Szenen in der Unterwelt eher dunkler und düsterer ist, müssen wir auf eine gute Portion Humor und frechen Sprüche der Protagonisten nicht verzichten.

Cover:
Wie schon Göttlich verdammt, sieht das Cover klasse aus. Es ist im gleichen Stil gehalten, nur das die Farbgebung blau-grün, statt gold-grün ist. Es ist wieder Helen zu sehen, die aber auf diesem Band eher traurig und verzweifelt wirkt. Das passt super zum Inhalt. Jedoch muss ich sagen, dass mir der englische Titel „Dreamless“ besser gefällt und ich ihn sogar aussagekräftiger für das Buch halte. Das ist mir beim ersten Buch gar nicht aufgefallen. Wobei ich im Nachhinein auch bei Göttlich verdammt den englischen Namen „Starcrossed“ bevorzugen würde. 🙂

Fazit:
Wieder ein Buch in das ich abgetaucht bin und gar nicht wieder aus der Hand legen wollte. Aber dafür habe ich gern ein paar Stunden Schlaf geopfert. Am liebsten würde ich im Anschluss Band 3 hinterher lesen, dieser erscheint jedoch erst im Mai 2013.

Weitere Titel der Autorin:
Göttlich verdammt
Göttlich verliebt (Band 3 erscheint im Mai 2013)


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Neue Bücher im Juli

Kaum hat der Juli begonnen, sind schon wieder neue Bücher eingezogen. Ich habe mir vorgenommen meinen SUB etwas abzubauen. Und weil ein Buchkaufverbot bei mir eh nicht funktioniert, habe ich mir ein anderes Ziel gesetzt: Im neuen Monat ein Buch weniger zu kaufen wie ich im Vormonat gelesen hab. Das sollte mein SUB auf Dauer reduzieren 😀

Aber hier nun die neuen Errungenschaften:Hier alle Bücher im Überblick:
Arthur und die vergessenen Bücher von Gerd Ruebenstrunk
Plötzlich Fee: Sommernacht von Julie Kagawa
Percy Jackson: Diebe im Olymp von Rick Riordan
Göttlich verloren von Josephine Angelini

Zur Zeit lese ich noch Grim – Das Erbe des Lichts. Aber danach kommt auf jeden Fall Göttlich verloren dran. Band 1 habe ich im Juni „verschlungen“. Ich möchte unbedingt wissen wie es weiter geht!