fantasyseiten

Arthur und die vergessenen Bücher

Hinterlasse einen Kommentar

Gerd Ruebenstrunk

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. Juli 2009)
  • ISBN-13: 978-3760736280

» zum amazon-Buch

Klappentext:
Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen . . . Von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle Buch der Antworten finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der vergessenen Bücher . . .

Über den Autor:
Gerd Ruebenstrunk ist Diplom-Psychologe und arbeitet bereits seit vielen Jahren als Kreativdirektor, Werbetexter, Konzeptioner und Redakteur. Er war unter anderem als Chefautor für die Fernsehfirma Endemol tätig. Von seinem ersten Buch hat er schon mit 20 Jahren geträumt – und es hat ihn nicht mehr losgelassen. Heute, 34 Jahre später, wird dieser Traum mit »Arthur« Wirklichkeit

Meine Meinung:
Handlung:
Ein Buch, welches von Büchern handelt. Das ist schon ein Grund, warum ich es lesen musste. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Handlung ist eine rasante Jagd durch Europa und ganz nebenbei webt der Autor historische Fakten in die Geschichte mit ein. Das ergibt eine wundervolle Kombination aus Spannung und vermitteltem Wissen, das auch nicht zu viel oder auf gedrungen wirkt. Selbst die nicht ganz so jungen Leser können hier einiges in Erfahrung bringen. 😉
Während der Geschichte begeben Arthur und Larissa sich von Deutschland nach Amsterdam und von dort aus geht es weiter nach Bologna. Immer gefolgt vom bösen Gegenspieler, der das Buch der Antworten an sich reißen möchte. Zu keiner Zeit wird die Erzählung zäh oder zieht sich. Auch überschlagen sich die Ereignisse nicht komplett. Die spannenden Verfolgungen und die Suche nach dem Buch oder Recherchezeit der geschichtlichen Hintergrundfakten ist so ausgeglichen, dass das Lesen wirklich Spaß macht und man nur so über die Seiten fliegt.
Schön fand ich auch zum Ende wieder den Bezug zum Prolog zu nehmen. Das hat die ganze Geschichte noch mehr abgerundet.

Charaktere:
Arthur ist 14 Jahre und er sagt über sich selbst: „Ich bin kein Held!“. Nur dieser eine Satz hat ausgereicht, dass er mir persönlich gleich sympathisch ist. Er ist zurückhaltend und hat Angst vor Spinnen. Trotzdem begibt er sich mit Larissa auf eine gefährliche Reise um das Buch der Antworten zu finden. Bei diesem Unternehmen stößt er oft an seine Grenzen und wächst über sich hinaus. Dieser Zwiespalt wurde so gut beschrieben, dass man teilweise richtig mit Arthur mitlitt.
Larissa ist eigentlich eher wie ein Junge. Sie interessiert sich für Technik und kann sogar Schlösser knacken, eine sehr hilfreiche Eigenschaft auf der Suche nach dem Buch der Antworten. Larissas Eltern sind laut ihrem Großvater tot, daher lebt sie auch bei ihm.
Der Bücherwurm ist Larissas Opa und hat seinen Namen, weil er Antiquar ist. Er verkauft und sammelt sehr alte Bücher. Der Bücherwurm ist es auch der Arthur und Larissa auf die Reise schickt um das Buch der Antworten zu finden.
Alles in allem sind die Figuren (auch die Nebenpersonen) sehr toll ausgearbeitet und mal erfährt viel über ihre Vorlieben und Eigenheiten. Selbst die Verschlossenheit und Geheimniskrämerei des Bücherwurms ist sehr gut umgesetzt, ohne dass zu viele Fragen aufgeworfen werden. Im Verlauf der Story erfährt man auch einige Details über die Eltern von Arthur und die von Larissa. Ein paar Details bleiben aber noch offen für die Folgebände, sind aber keine fiesen Cliffhanger.

Schreibstil:
Die Erzählweise ist der Zielgruppe angepasst. Das Buch ist eher für jüngere Leser, ab einem Alter von 10 -12 Jahren (laut amazon). Daher ist der Schreibstil leicht und jugendlich gehalten. Auch da Arthur und Larissa in der Story 14 Jahre alt sind, passt die Jungendsprache sehr gut. Es gab nur zwei Stellen, die ich etwas unpassend für die Ausdrucksweise der Kinder fand. Das ist aber nicht ganz so schlimm und einen anderen Leser fällt es vielleicht gar nicht auf. 😉

Cover:
Wow! Das Cover ist eines der schönsten und aufwändigsten Buchcover in meinem Regal. Es hat keinen Schutzumschlag, also ist das ganze Buch direkt bedruckt. Die Ecken sind erhaben geprägt und glänzen metallisch. So entsteht ein Eindruck von metallischen Beschlägen, wie es sehr alte Bücher sehr oft haben. Einfach toll. An einigen Stellen ist das „Leder“ aufgerissen und darunter kommt der Buchkarton zum Vorschein. Nicht nur Äußerlich ist dieses Buch eine Augenweite. Im Inneren verstecken sich viele Zeichnungen die direkt zur Geschichte und Handlung passen. Die Gestaltung ist rundum gelungen. Das hat der ars-Edition-Verlag super gemacht!

Hier ein kleiner Eindruck von der Buchgestaltung:

Fazit:
Eine abenteuerliche Jugendbuchreihe, die nicht nur für Kinder interessant sein wird. Man begibt sich mit Larissa und Arthur auf eine spannende und rasante Reise durch Europa und lernt ganz nebenbei geschichtliche Fakten über Amsterdam und andere historische Städte. Eine absolute Leseempfehlung!

Weitere Titel der Buchreihe:
Arthur und der Botschafter der Schatten – Band 2
Arthur und die Stadt ohne Namen – Band 3

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s