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[Rezension] Leviathan – Die geheime Mission

Scott Westerfeld
leviathan

  • Verlag: cbj Verlag
  • ISBN-13: 978-3570139691
  • Format: Hardcover
  • Seiten: 480
  • Erscheinungsdatum: Oktober 2010
  • Genre: Fantasy, Steampunk (Jugend)
  • Reihe: 1 / 3
  • Originaltitel: Leviathan 1
  • Meine Wertung: ★★★★

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Kurzbeschreibung:
Europa am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Und doch ganz anders, als wir es kennen … Prinz Aleksandar, der Sohn des in Sarajevo ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand, ist auf der Flucht. Seine eigenen Leute jagen ihn gnadenlos und plötzlich steht er zwischen allen Parteien. Alles, was ihm bleibt, ist ein »Stormwalker«, eine der perfekten neuartigen Lauf- und Kriegs-Maschinen seines Landes. Doch auch in den Schweizer Alpen ist Alek nicht sicher, als dort das britische Luftschiff »Leviathan« landet – eine nie dagewesene Mischung aus Tier und Maschine und das Meisterstück der britischen Armee. Die »Leviathan« befindet sich auf geheimer Mission ins Osmanische Reich. Mit an Bord: die als Junge getarnte Deryn, der nichts so wichtig ist wie das Fliegen … Alek rettet sich an Bord der »Leviathan« und muss mit Deryn gemeinsame Sache machen.
(Quelle: cbj Verlag)

Über den Autor:
Scott Westerfeld wurde in Texas geboren. Er ist Komponist, Software-Designer und Autor zahlreicher renommierter Science Fiction- und Jugendbücher, u.a. der international erfolgreichen Bücher „Ugly“, „Pretty“, „Special“, „Extras“. Mit seiner Frau, der Autorin Justine Larbalestier, lebt er in New York und Sydney/Australien.

(Quelle: cbj Verlag)

Meine Meinung:
Handlung und Schauplätze:
Scott Westerfeld hat mit Leviathan eine ganz eigene fantastische Welt von majestätischen Maschinen und ungeheuren Lebewesen erschaffen. Das Buch hat eindeutig große Einflüsse aus dem Steampunk-Bereich in sich, was der Geschichte einen ganz eigenständigen Charme verleiht. Die Handlung wird recht flott erzählt, aber das Tempo ist nicht zu schnell. Die Beschreibungen der unterschiedlichen Wesen und Maschinen sind detailreich, aber nicht zu tiefgründig, dass der Autor sich in endlos lange Beschreibungen verliert. Hier hat Scott Westerfeld das gesunde Mittelmaß ausgesprochen gut gefunden.

Charaktere:
Alek ist der Sohn des Erzherzogs Franz Ferdinand, welcher mit seiner Gemahlin ermordet wird. Alek ist somit der Thronfolger und schwebt dadurch in hoher Gefahr. Er ist sehr behütet aufgewachsen und ist dadurch recht vorsichtig und vorausschauend. Trotzdem ist er im Inneren noch ein Kind und will seine Grenzen austesten. Alek ist ein sehr sympathischer Charakter, welchen ich wirklich mochte. Während Aleks Flucht trifft er auf die quirlige und sehr von sich selbst überzeugte Deryn.

Deryn war am Anfang für mich etwas zu nervig, aber im Laufe der Geschichte besserte sich das. Man bekam mit, dass sie alles für ihre Freunde geben würde und alles auf sich nimmt, um sie zu retten und in Sicherheit zu wissen. Auch wenn sie aufbrausend und etwas zu selbstsicher ist, ist Deryn im Inneren trotzdem fürsorglich und hilfsbereit.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist das einzig Negative was ich am Buch bemängeln würde. Für meinen Geschmack ist der zu umgangssprachlich und mich nervten mit der Zeit die ständigen Wiederholungen in Deryns Sprüchen.

Cover:
Das Cover finde ich nicht so herausragend, es ist aber auch nicht wirklich schlecht. Was ich am Buch richtig genial finde sind die Zeichnungen im Inneren. Manche Illustrationen bedecken ganze Seiten, manche sind nur ganz dezent im Text platziert. Diese untermalen die Geschichte im richtigen Verhältnis. Auch gibt es eine Karte im Buch. Das ist immer ein schöner Hingucker!

Fazit:
Ein fantastisches Buch mit einer wundervollen Geschichte, tollen originellen Setting und liebenswerten Charakteren. Durch seine Steampunk-Elemente bekommt das Buch seinen ganz eigenen Charakter und dadurch macht es noch mehr Spaß in die Geschichte einzutauchen. Der erste Band ist spannend und die Geschichte ist sehr flott erzählt. Es gibt keine unnötigen Längen in der Story. Die beiden Hauptcharaktere werden so toll in Szene gesetzt, dass man sie einfach mögen muss. Diese Buchreihe werde ich definitiv weiter verfolgen. Und das beste: es sind schon alle 3 Bände erhältlich! 🙂

Einziger kleiner Kritikpunkt: Der Schreibstil ist mir persönlich zu umgangssprachlich.

Grundidee 5/5
Umschreibungen 3/5
Schreibstil 3/5
Spannung 4/5
Emotionen 4/5
Charaktere 5/5

4sterne

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Ein Jahr in San Francisco

Hanni Bayersein_jahr_in_san_francisco

  • Verlag: Herder Verlag
  • ISBN-13: 978-3451062568
  • Format: Flexcover
  • Seiten: 192
  • Erscheinungsdatum: 19. September 2012
  • Genre: Reise & Abenteuer

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Kurzbeschreibung:
Plötzlich ruft der Herr: »Next one, please.« Next one, das bin ich. »Passport, please. Your finger there.« Er liebt den Befehlston; wenige Worte, klare Ansagen. Ich drücke die Finger meiner linken Hand auf die warme Glasscheibe des grün blinkenden Lesegeräts vor mir. Ein Jahr in San Francisco kann beginnen – mit Cable Cars, Golden Gate Bridge, Hippies, Internet-Unternehmen und jeder Menge Raum für Träume und Abenteuer. (Quelle: Verlag)

Über den Autor:
Hanni Bayers, geb. 1984 in Berlin, schreibt seit ihrer frühen Kindheit. Nach einem internationalen Wirtschaftsstudium ging sie im Auftrag eines deutschen Unternehmens nach San Francisco und verliebte sich sofort in die kreative Stadt. (Quelle: Verlag)

Meine Meinung:
Ich weiß nicht warum, aber San Francisco ist die Stadt, die mich bisher am meisten in den Bann gezogen hat. Ich war selbst noch nicht da und schon sehr lange existiert der Traum in meinem Kopf, einmal die Stadt zu besuchen. Als Schulkind wollte ich nichts anderes, als in die USA auszuwandern. Das hat sich in den letzten Jahren etwas geändert, wobei ich wohl heute nicht „nein“ sagen würde, wenn sich die Gelegenheit ergäben würde. 🙂

Aber das wird eh nicht passieren, also würde es mir reichen, einfach da Urlaub zu machen. Und man siehe da, dieses Jahr im August/September ist es nun endlich so weit. Nach jahrelangem warten und sparen, machen wir eine 3wöchige Rundreise an der Westküste der USA. Da darf natürlich meine Traumstadt nicht fehlen…

Lange Rede, kurzer Sinn… Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich vor der Reise ein paar Backgroundinfos zu San Francisco erhalten wollte. Genau diese habe ich auch vom Buch bekommen. Es strotzt nur so von vielen kleinen Geheimtipps, wo man tolle Lokale findet, zu welcher Zeit man von wo den besten Sonnenaufgang genießen kann und wie die Bevölkerung von San Francisco tickt. Es ist vollgepackt mit extrem vielen Hinweisen, Eindrücken und Erfahrungen, dass ich noch nie so viele Klebezettel für ein so dünnes Buch gebraucht habe. 🙂

Es ist natürlich kein Reiseführer, sondern Hanni Beyers beschreibt ihnen Alltag in der Stadt. Sie bekommt die Gelegenheit ein Jahr da zu arbeiten und der Leser erhält einen tollen Einblick in die Tücken und Hürden. Angefangen von der medizinischen Betreuung über zwischenmenschliche Beziehungen, bis hin zur Wohnungssuche. Das Buch ist in 12 Kapitel unterteilt, wobei jedes Kapitel einen Monat des Jahres darstellt.

Was ich nicht ganz so gut fand war, dass Teilweise die Geschichten um ihre Freunde mich etwas nervten. Das lag aber sicherlich daran, dass ich dieses Buch mit der Intention, etwas über San Francisco zu erfahren, gelesen habe, statt andere Dinge. Hinzu kam noch ihre „Beziehung“ zu einem Mann, welche dann nur noch in Gejammere endete… Aber ok, das gehört nun mal zur Geschichte. Daher auch nur 4 Sterne. Mal schauen, ob es einen Platz in meinem Reisegepäck bekommt… 🙂

Fazit:
Ein sehr tolles Buch über San Francisco und die Hürden einer Deutschen, ein Jahr da zu leben und zu arbeiten. Man erhält einen super Einblick wie die Bewohner leben und ticken… Weiterhin erfährt man sehr viele Hintergrundinfos über die Stadt. Einzig und allein, waren die vielen Szenen mit ihrem „Schwarm“ und das anschließende Gejammere, etwas nervig. Trotzdem eine Leseempfehlung für alle San Francisco-Begeisterten!

4sterne

zur Buchwebseite:
www.herder.de/buecher/details

zur Verlagswebseite:
www.herder.de

zur Autorenwebseite:
www.hanni-bayers.com


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Elixirium – Das gefährliche Erbe des Apothekers

Maile Meloyelixirium

  • Verlag: Coppenrath Verlag
  • ISBN-13: 978-3649611547
  • Format: Hardcover
  • Seiten: 400
  • Erscheinungsdatum: Januar 2013
  • Genre: Abenteuer, Historie, Fantasy
  • Originaltitel: The Apothecary

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Kurzbeschreibung:
An der verschlossenen Eingangstür wurde heftig gerüttelt. „Sie sind da!“, rief der Apotheker. Hastig zog er ein großes gebundenes Buch aus dem Regal. „Ihr müsst die Pharmacopeia in Sicherheit bringen.“ Benjamin sah seinen Vater fragend an. „Vor wem sollen wir sie in Sicherheit bringen?“ „Vor jedem, der nach ihr sucht.“ Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wird, entpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischem Geheimwissen, das die Welt für immer verändern kann. Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her – Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegnern aufnehmen.

Über den Autor:
Maile Meloy wurde 1972 in Helena/ Montana geboren und lebt heute in Los Angeles. Ihr Roman „Lügner und Heilige“ stand 2005 auf der Shortlist für den Orange Prize und ihre Kurzgeschichtensammlung „Both Ways Is The Only Way I want It“ wurde von der New York Times Book Review und der Los Angeles Times zu einem der 10 besten Bücher 2009 gewählt. Meloys erstes Jugendbuch „Elixirium“ schaffte es 2011 in die Top 40 von Publisher Weekly. Die Autorin wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und erhielt 2004 das Guggenheim-Stipendium.

Meine Meinung:
Handlung und Schauplätze:

Juhu, ein Buch, welches sich um ein geheimnisvolles Buch dreht. Da muss bei jedem Buchliebhaber doch das Herz höher schlagen. 🙂

Die Handlung des Buches startet in Kalifornien. Hier wohnen Janie und ihre Eltern. Doch schon nach kurzer Zeit überschlagen sich die Ereignisse und die Familie muss sich vor der Regierung verstecken. Sie beschließen nach London zu gehen. Das London der Nachkriegszeit hat die Autorin sehr gut beschrieben. Man kann sich richtig in die Lage der Familie versetzten, welche Probleme sie haben, rationierte Nahrung mit Essenskarten zu erhalten oder die kleine Wohnung warm zu bekommen. Auch wie London im Krieg zerstört wurde, beschreibt die Autorin sehr detailliert. Man bekommt so ganz nebenbei historische Fakten vermittelt. Aus diesem Grund würde ich das Buch besonders für Kinder empfehlen. Auch politische Ansichten und Umstände der unterschiedlichen Länder werden toll wieder gegeben. Hier wird vor allem der Konflikt USA zur Sowjetunion und Deutschland aufgerollt.

Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch in der Nachkriegszeit spielt und auch so viel darauf eingeht. Bücher, die vom Krieg handeln, meide ich eigentlich, da ich zu viele Eindrücke von meinem Opa vermittelt bekam. Aus der Beschreibung war dies aber nicht ersichtlich. Aber nichts desto trotz war das Buch sehr spannend und mitreißend geschildert und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.

Was ich nicht ganz so gut umgesetzt fand ist, dass die Kinder ein paar mal in richtigen Schwierigkeiten steckten und wie aus dem Nichts eine Person auftauchte, die die Zeit anhalten konnte und somit beide rettete. Hier kam es mir vor, als hätte die Autorin keine Idee, wie sie ihre beiden Protagonisten da heraus bekommen sollte, also wurde einfach ganz nebenbei die Zeit angehalten…

Charaktere:
Janie ist die Hauptperson der Story. Sie ist 14 Jahre alt und sehr aufgeweckt. Als die Familie nach London zieht, fühlt sie sich zunächst sehr einsam. Doch als sie Benjamin kennen lernt, wird das schüchterne Mädchen selbstbewusster und mutiger.

Benjamin ist der Sohn des geheimnisvollen Apothekers. Er soll später diesen Beruf übernehmen, doch Benjamin möchte lieber ein Spion werden. Aber er kennt nicht die verborgenen Geheimnisse seines Vaters.

Ich mochte beide Kinder sehr und hielt jedes mal den Atem an, wenn sie wiedermal in verzwickten Situationen steckten.

Der Apotheker war mir von Anfang an sympathisch. Er ist sehr hilfsbereit und kümmert sich liebevoll um seinen Sohn, auch wenn das nicht von Anfang an ersichtlich ist. Er hat ein großes Geheimnis, denn er kann mit Hilfe der Pharmacopeia Zaubertränke zubereiten.

Schreibstil:
Die ganze Geschichte ist aus Janies Sicht geschrieben. Somit bekommt der Leser einen sehr guten Eindruck in ihre Gedanken und Gefühle. Ich mag Bücher, welche aus der Sicht des Protagonisten geschrieben sind. Die Erzählweise ist sehr rasant und ereignisreich.

Cover / Buch:
Das Cover ist wirklich schön gestaltet. Es steht perfekt im Einklang mit der Handlung und Hardcover sind generell immer toll. 🙂 Aber das beste versteckt sich im Buch. Hier finden wir nicht nur bei den Kapitelanfängen wunderschön gestaltete Zeichnungen, sondern im Buch kommen immer wieder großflächige Darstellungen vor.

Fazit:
Ein echtes Leseerlebnis, welches nicht nur spannend und mitreißend erzählt wird, sondern auch sehr viel historisches Wissen der Nachkriegszeit ganz nebenbei vermittelt. Ein ganz toller Einzelband, welcher sehr begeistern kann, da sieht man über ein paar kleine Stolperer in der Geschichte gern hinweg.

Grundidee 4/5
Umschreibungen 4/5
Schreibstil 5/5
Spannung 4/5
Emotionen 5/5
Charaktere 5/5
Liebesgeschichte 4/5

4sterne

zur Buchwebseite:
shop.coppenrath.de/produkt/61154/elixirium

zur Verlagswebseite:
www.coppenrath.de

zur Autorenwebseite:
www.mailemeloy.com

Vielen Dank an den Coppenrath Verlag und an Blogg dein Buch, dass ich dieses spannende und wunderschöne Buch lesen durfte!

            


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Chroniken der Weltensucher 04. Der Atem des Teufels

Thomas Thiemeyer

  • Gebundene Ausgabe: 460 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag (1. Juni 2012)
  • ISBN-13: 978-3785570494

Kurzbeschreibung:
Tief im Inneren der Erde haust das Volk der Steinernen. Vor Jahrtausenden wurde es von dieser Welt verstoßen durch die Gier eines einzelnen Mannes. Betrogen und verraten, holt es sich jetzt zurück, was ihm einst gehörte. Zwölf Jahre nach dem verheerenden Ausbruch des Vulkans Krakatau in der Meerenge zwischen Java und Sumatra kommt die Erde nicht zur Ruhe. Tiefe Spalten, aus denen undurchdringlicher gelber Nebel quillt, öffnen sich quasi über Nacht. Seltsame gehörnte Kreaturen steigen heraus und versetzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Vorfälle rufen den Generalgouverneur Niederländisch-Indiens auf den Plan. Er wendet sich an seinen Außenminister, der wiederum den Rektor der Universität zu Berlin um Hilfe bittet. Und der kennt nur einen Mann, der das Rätsel der steinernen Teufel von Java lösen könnte: Carl Friedrich von Humboldt, Spezialist für unerklärliche Phänomene und Kopf seines unerschrockenes Teams der Weltensucher. Der Atem des Teufels ist der vierte Band der Chroniken der Weltensucher-Pentalogie. Die drei Vorgängertitel lauten Die Stadt der Regenfresser , Der Palast des Poseidon und Der gläserne Fluch.

Über den Autor:
Thomas Thiemeyer studierte Kunst und Geologie in Köln und machte sich zunächst als Illustrator einen Namen. Als freier Künstler illustriert er Spiele, Jugendbücher, Buchumschläge und vieles mehr. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit dem Kurd-Laßwitz-Preis und dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren wendete er sich mehr und mehr dem Schreiben zu. Viele seiner Romane wurden zu Bestsellern und in zahlreiche Sprachen übersetzt: Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Tschechisch, Polnisch, Russisch, Koreanisch, Slowenisch, Türkisch, Portugiesisch und Chinesisch. Die Geschichten Thomas Thiemeyers stehen in der Tradition klassischer Abenteuerromane. Oft handeln sie von der Entdeckung versunkener Kulturen und der Bedrohung durch mysteriöse Mächte.

Meine Meinung:
Handlung:

Wie gewöhnt startet die Geschichte in Berlin. Von der ansässigen Universität erhält Humboldt wieder einen speziellen Sonderauftrag der ihn und seine Gefährten auf eine weite Reise schickt. Diesmal geht es auf die Insel Java. Hier müssen unsere Abenteuer sich mit steinernen Monstern unterhalb der Erdoberfläche auseinandersetzen. Wie schon in den Vorgängerbänden laufen wieder einige Handlungsstränge parallel, bis sie sich am Ende zusammen fügen. Zu Beginn hatte ich ein paar Schwierigkeiten ins Buch und in die Geschichte zu finden. Diese braucht doch einige Seiten, bis der Leser wirklich gepackt und mitgerissen wird. Hat man die ersten Seiten aber geschafft, zieht die Story einen so in den Bann, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Die kurzen Kapitel verleiten auch hier wieder zum Weiterlesen, obwohl man schon viel zu müde ist. 🙂

Charaktere:
Die Charaktere sind alle so liebenswert und sympathisch, dass man sich direkt als Teammitglied fühlt und an ihrer Seite die Abenteuer besteht. Zu einem hat Oskar eine echt gute Entwicklung im Gegensatz zum ersten Band geschafft. War er im ersten Band noch etwas schüchtern, hat er nun im vierten Band extrem an Selbstbewusstsein und Stärke gewonnen. Er trifft eigene Entscheidungen und hat sogar den Mut sich gegen seinen Vater zu stellen, wenn er es für richtig hält.
Auch Charlotte ist nicht mehr so verwöhnt wie im Auftaktband. Sie steht Oskar mit Rat und Tat treu zur Seite. Humboldt, Charlottes Onkel, ist teilweise so geheimnisvoll wie eh und je. Er lässt sich nicht in die Karten blicken, was der Geschichte eine tolle Portion Spannung verabreicht.
Leider hat mein Lieblingscharakter in diesen Band etwas zu wenige Auftritte für meinen Geschmack. Damit meine ich die Kiwidame Wilma. Sie ist treuer Begleiter unserer Abenteurer. Doch bleibt sie in dieser Story etwas zu sehr im Hintergrund. Das fand ich etwas enttäuschend.
Desweiteren lernt der Leser einen nicht mehr ganz neuen Charakter besser kennen: Lena.
Sie begleitet dieses mal das Team auf Reisen und trägt ihren ganz besonderen Anteil zur Story bei. Mir hat es richtig Spaß gemacht mehr über sie zu erfahren.

Schreibstil:
Im alter Manier des Autors ist der Schreibstil extrem bildgewaltig und fließend. Da das Buch wieder durch seine kurzen Kapitel besticht, wird es zum echten Pageturner. Thiemeyer hat ein besonderes Talent fiktive Schauplätze vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen und mit Leben zu füllen. Zudem bringt er reale historische Gegebenheiten mit einer guten Portion Fantastik in Einklang.

Cover:
Auch das Titelbild dieses Covers hat Thomas Thiemeyer selbst mit Ölfarbe gemalt. Die komplette Buchreihe erhält dadurch einen ganz besonderen Charme und Charakter. Selbst im Inneren besticht das Buch mit einer detaillierten Karte und am Ende befindet sich ein Stichwortverzeichnis. Zudem besitzt das Buch ein Lesebändchen, was ich immer wieder toll finde! 🙂

Fazit:
Den vierten Band der Reihe habe ich wieder genauso verschlungen, wie seine Vorgänger. Thiemeyer hat hier ein wirklich tolles Werk für Abenteuerfans à la Jules Verne geschaffen, auch wenn dieser Band etwas Zeit braucht bis er Spannung aufbaut. Ich liebe seine Geschichten und kann sie nur jedem ans Herz legen!

Reihenfolge der Buchtitel:
Die Stadt der Regenfresser
Der Palast des Poseidon
Der gläserne Fluch
Der Atem des Teufels

zur Webseite:
www.weltensucher-chroniken.de


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Chroniken der Weltensucher 01: Die Stadt der Regenfresser

Thomas Thiemeyer

  • Gebundene Ausgabe: 447 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag (15. September 2009)
  • ISBN-13: 978-3785565742

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Kurzbeschreibung:
Eine Stadt in der Vertikalen, 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Ein vergessenes Volk, bedroht durch eine unheimliche, archaische Macht. Und eine kleine Truppe von Abenteurern aus der alten Welt, zu allem entschlossen.


Dies ist die Geschichte des Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst Humboldt nannte. Zusammen mit seinen Gefährten bereiste er die letzten noch nicht erforschten Orte der Erde. Er entdeckte vergessene Völker, schloss Freundschaften mit den fremdartigsten Geschöpfen, hob unvorstellbare Schätze und erlebte die haarsträubendsten Abenteuer. Viele seiner Entdeckungen und Erfindungen gehören noch heute zu unserem täglichen Leben. Warum er aber selbst in Vergessenheit geriet, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.


Thomas Thiemeyer verwebt atemraubende Schauplätze und verwegene Charaktere zu einer klassischen Abenteuergeschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln wird.


„Die Stadt der Regenfresser“ ist der erste Band der Chroniken der Weltensucher-Pentalogie.

Über den Autor:
Thomas Thiemeyer studierte Kunst und Geologie in Köln und machte sich zunächst als Illustrator einen Namen. Als freier Künstler illustriert er Spiele, Jugendbücher, Buchumschläge und vieles mehr. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit dem Kurd-Laßwitz-Preis und dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren wendete er sich mehr und mehr dem Schreiben zu. Viele seiner Romane wurden zu Bestsellern und in zahlreiche Sprachen übersetzt: Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Tschechisch, Polnisch, Russisch, Koreanisch, Slowenisch, Türkisch, Portugiesisch und Chinesisch. Die Geschichten Thomas Thiemeyers stehen in der Tradition klassischer Abenteuerromane. Oft handeln sie von der Entdeckung versunkener Kulturen und der Bedrohung durch mysteriöse Mächte.

Meine Meinung:
Handlung:

Das Buch spielt in Deutschland. Genauer gesagt in Berlin im Jahre 1893. Insgesamt fließen drei Handlungsstränge durch die Story, die sich an Ende alle miteinander verweben. Zudem lässt der Autor gekonnt unterschiedlichste historische Begebenheiten in die Handlungssträngen einfließen. Auch wenn es der Auftaktband einer fünfbändigen Reihe ist, ist das Ende in sich abgeschlossen.
Leider ist Geschichte teilweise recht vorhersehbar, auch gibt es so gut wie keine unerwarteten Wendungen in der Handlung. Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist noch: ich hätte mir gewünscht mehr Einblicke in das Volk der Regenfresser und deren Stadt zu bekommen.

Charaktere:
Die Hauptperson Oskar ist liebevoll ausgearbeitet, wogegen jedoch die meisten Nebenpersonen leider etwas flach sind.
Oskar, der Held und Sympathieträger der Geschichte, ist ein Straßenjunge aus Berlin. Er schlägt sich als Taschendieb durch das Leben. Eines Tages trifft er auf Carl Friedrich von Humboldt. Er soll sein nächstes „Opfer“ sein, doch diese Taschendiebaktion verläuft leider nicht nach Plan…
Carl Friedrich Donhauser, der von allen nur Humboldt genannt wird, ist einer der Personen, die teilweise etwas undimensional und blass beschrieben werden. Zum Beispiel erfährt der Leser zu Beginn noch nicht seine Beweggründe bestimmter Handlungen.
Charlotte, die verwöhnte Nichte Humboldts, wirkt auf den ersten Seiten doch recht nervig und zickig. Im Laufe der Geschichte wird sie aber richtig sympathisch. So eine positive Entwicklung hätte ich mir auch für die restlichen Personen gewünscht, aber vielleicht passiert das in den Folgebänden. 🙂
Eliza, eine Vodoo-Priesterin aus Haiti, ist auch leider etwas blass. Ich hätte gern mehr über ihre Magie und versteckten Kräfte erfahren. Denn für mich hat sie ein richtig gutes Potential. Sie ist liebeswert und kümmert sich aufopferungsvoll um die Abenteurer. Ich hoffe, ich erfahre in den Folgebänden mehr von ihr.
Richtig ans Herz gewachsen ist mir die Kiwidame Wilma. Sie ist treue Begleiterin unserer Abenteurer. Auch greift Wilma in verzwickten Situationen unserem Team tatkräftig unter die Arme.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist erfrischend, bildgewaltig und leicht verständlich. Durch seine kurzen Kapitel wird es zum echten Pageturner. Zudem enden die Kapitel immer an einen besonders spannenden Punkt, wo man unbedingt weiterlesen möchte. Ich konnte jeden Schauplatz vor meinem inneren Auge projizieren und litt förmlich mit den Charakteren mit, wenn sie in einer verzweifelten Situation steckten.

Cover:
Das Cover ist etwas ganz Besonderes, denn der Autor hat das zentrierte Motiv wirklich selbst mit Ölfarben gemalt. Somit bekommt es einen ganz wundervollen Charakter, der auch der Zeit entspricht in der das Buch spielt. Zudem ist eine detaillierte Weltkarte und alte Abbildungen von Windrosen im Inneren des Buches zu finden.

Fazit:
Ein wundervolles Abenteuer à la Jules Verne, welches den Bogen zwischen Historik und Fantastik gekonnt schlägt. Der Auftaktband macht richtig Spaß und Hunger auf mehr!

Reihenfolge der Buchtitel:
Die Stadt der Regenfresser
Der Palast des Poseidon
Der gläserne Fluch
Der Atem des Teufels

zur Webseite:
www.weltensucher-chroniken.de